Einreichworkshop CAESAR 2026: So funktioniert das Einreichen
Beim Einreichworkshop zum CAESAR 2026 wurde erklärt, wie das neue Einreichen funktioniert, worauf die Jury achtet und wie Arbeiten künftig richtig aufbereitet werden können. Der wichtigste Punkt: Der CAESAR wurde neu aufgesetzt. Statt klassischer Kategorien steht nun die Kommunikationsleistung im Mittelpunkt. Für alle, die nicht beim Workshop dabei sein konnten, hier die wichtigsten Punkte im Überblick.
Der CAESAR 2026 fragt nicht mehr zuerst, ob eine Arbeit Kampagne, Design, Digital, Film, Event oder PR ist. Entscheidend ist, welches kommunikative Problem gelöst wurde und wie gut Strategie, Idee, Umsetzung und Wirkung zusammenspielen. Das macht die Einreichung nicht komplizierter, sondern deutlich klarer.
Denn gute Kommunikation entsteht heute selten in einer einzelnen Disziplin. Sie verbindet Zielgruppe, Marke, Aufgabe, Idee, Medien und Wirkung. Genau diese Zusammenhänge sollen in der Einreichung sichtbar werden. Im Workshop wurde daher besonders betont: Eine starke Einreichung erklärt nicht nur, was umgesetzt wurde, sondern vor allem warum.
Welche Ausgangssituation gab es? Für wen wurde gearbeitet? Was sollte sich verändern? Ging es um Bekanntheit, Verständnis, Vertrauen, Sympathie, Handlung oder Nutzung? Welche zentrale Idee hat die Lösung getragen? Und woran lässt sich der Impact erkennen?
Das Einreichtool führt Schritt für Schritt durch diese Logik. Im Mittelpunkt stehen:
- Marke und Zielgruppe
- kommunikatives Problem
- Lösungsgedanke und Strategie
- zentrale Idee und Kernmedien
- Impact und Ergebnisse
- Rahmendaten und Case-Material
Besonders wichtig ist die Beschreibung der Zielgruppe. Ein einfaches „alle“ hilft der Jury nicht weiter. Gefragt ist eine qualitative Beschreibung: Welche Menschen sollten erreicht werden? Was denken, fühlen oder brauchen sie? Welche Haltung oder welches Verhalten war relevant?
Auch beim Problem geht es um Präzision. Gemeint ist nicht ein technisches oder organisatorisches Problem, sondern das kommunikative Problem: Wurde etwas nicht verstanden? Fehlte Bekanntheit? Gab es zu wenig Vertrauen? Sollte Verhalten ausgelöst werden? Oder musste eine Marke neu positioniert werden?
Im Workshop wurde auch darauf hingewiesen, dass die Einreichung kompakt bleiben darf. Es geht nicht darum, möglichst viel Material hochzuladen, sondern den Kern der Arbeit klar zu machen. Die Jury soll schnell verstehen, warum die Arbeit relevant ist und worin die strategische und kreative Leistung liegt.
Ein weiterer zentraler Punkt: Die Jury bewertet anonym. Daher dürfen Einreichungen keinen Hinweis auf die einreichende Agentur, das Kreativunternehmen oder beteiligte Personen enthalten – auch nicht in Dateinamen oder Dokumenten. Bewertet werden die Arbeiten, nicht die Namen dahinter.
Der CAESAR 2026 bleibt damit eine Bühne für die Vielfalt der oberösterreichischen Kommunikationsbranche. Unter dem Gedanken „No Categories“ und dem Motto „Zwischen für und alle“ geht es darum, Arbeiten sichtbar zu machen, die für Auftraggeber:innen, Zielgruppen und konkrete Aufgaben entwickelt wurden – und zugleich zeigen, was Kommunikation für alle leisten kann. Einreichen können aktive Mitglieder der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der WKOÖ.
Zugelassen sind veröffentlichte Auftragsarbeiten, die zwischen 1. Juli 2024 und 30. Juni 2026 erstmals veröffentlicht, kommuniziert oder eingesetzt wurden. Die Einreichung ist von 1. Mai bis 30. Juni 2026 möglich. Die Preisverleihung findet am 14. Oktober 2026 im Posthof Linz statt.
Gibt es beim CAESAR 2026 noch Kategorien?
Nein. Beim CAESAR 2026 gibt es keine klassischen Kategorien mehr. Arbeiten werden nicht nach Disziplinen eingeteilt, sondern nach ihrer Kommunikationsleistung bewertet.
Wie werden unterschiedliche Arbeiten dann vergleichbar?
Über die kommunikative Aufgabe. Ein Logo, eine Kampagne, eine Website oder ein Event können alle Bekanntheit schaffen, Vertrauen aufbauen oder Verhalten auslösen. Entscheidend ist, wie gut diese Aufgabe strategisch und kreativ gelöst wurde.
Was ist bei der Zielgruppe wichtig?
Die Zielgruppe sollte qualitativ beschrieben werden. Nicht nur Alter, Branche oder Region, sondern Haltung, Bedürfnisse, Verhalten und Motivation. Die Jury soll verstehen, für wen die Arbeit gemacht wurde.
Muss ich Ergebnisse belegen?
Ja, soweit möglich. Es braucht nicht zwingend eine große Studie. Aber alles, was Wirkung sichtbar macht, hilft: KPIs, Reichweiten, Feedback, O-Töne, Medienberichte, Clippings, Leads, Verkäufe oder andere nachvollziehbare Ergebnisse.
Darf meine Agentur im Case vorkommen?
Nein. Die Einreichung muss anonym sein. Hinweise auf Einreicher:innen, Kreativunternehmen oder beteiligte Personen sind nicht erlaubt – auch nicht in Dateinamen oder Dokumenten.
