Netzwerk Arena – Zukunftsimpulse und die CAESAR Nominees 2026
Neuer Ort, viele Themen und ein Abend, der den Blick nach vorne richtete:
Die Netzwerk Arena am 24. September fand erstmals im Sonnstein-Loft in Linz statt. Auf dem Programm standen die jährliche Fachgruppentagung, ein Zukunftsimpuls von Nick Sohnemann und die Bekanntgabe der Nominierten für den CAESAR 2026.
GRUNDUMLAGE BLEIBT UNVERÄNDERT
Eine wichtige Nachricht für alle Mitglieder gleich zu Beginn:
Die Grundumlage wird auch 2027 nicht erhöht. Das beschlossen die anwesenden Mitglieder im Rahmen der Fachgruppentagung. Damit bleibt sie seit vielen Jahren bei 125,00 Euro unverändert. Ein Blick auf die Mitgliederzahlen zeigt die Vielfalt der Branche: 5.088 Mitglieder gehören der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation OÖ an, 72 Prozent davon sind EPU.
„Unsere Top-Themen sind weiterhin Kooperation, Künstliche Intelligenz, Talentvorsorge, Nachhaltigkeit, faire Pitches und EPU“, sagt Fachgruppen-Obmann Christoph Schumacher. Auch 2027 setzt Netzwerk Werbung auf Austausch, Vernetzung und Weiterentwicklung: „Die Netzwerk Arena, das Denkfrühstück und better2gether sind etablierte Formate, die uns als Branche ermöglichen, zusammenzukommen und uns auszutauschen. Daneben wird es auch nächstes Jahr wieder zahlreiche geförderte Weiterbildungen über die IC Akademie geben – gerade zum Thema Künstliche Intelligenz.“
WIE WIRD DIE WELT 2035 AUSSEHEN?
Mit dieser Frage startete Nick Sohnemann, Gründer der Hamburger Innovationsagentur Future Candy, seinen Impulsvortrag. Seine zentrale Botschaft:
Technologische Entwicklungen werden immer schneller – und verändern damit nicht nur unseren Alltag, sondern auch Märkte und Geschäftsmodelle. Wie konkret Zukunft schon heute sein kann, zeigte Sohnemann anhand verschiedener Beispiele.
In Ruanda werden lebenswichtige Blutkonserven per Drohne zwischen Krankenhäusern transportiert. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, schwere manuelle Tätigkeiten etwa in der Automobilproduktion künftig von humanoiden Robotern übernehmen zu lassen. Kreislaufwirtschaft, agentische KI und Abo-Modelle schaffen darüber hinaus neue Möglichkeiten für Geschäftsmodelle.
„Die Zukunft hat viele Gesichter – und in neuen Entwicklungen stecken enorme Chancen. Gerade Künstliche Intelligenz eröffnet der Kommunikationsbranche Möglichkeiten, Innovation voranzutreiben und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Für unsere Branche ist das besonders relevant: Wir in der Kommunikation begleiten diese Veränderungen nicht nur, sondern gestalten sie wesentlich mit.“
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Fachgruppen-Obmann Christoph Schumacher
UND WELCHE ROLLE SPIELT KOMMUNIKATION DABEI?
Eine entscheidende, so Sohnemann. Innovation brauche Storytelling und einen verständlichen Rahmen, damit Menschen neue Entwicklungen einordnen und annehmen können.
Gleichzeitig sieht Sohnemann eine Rückbesinnung auf klassische Stärken der Kommunikationswirtschaft: Je stärker KI und digitale Anwendungen unseren Alltag prägen, desto größer könne auch die Wertschätzung für hochwertige Drucksorten, Kataloge, kreative Out-of-Home-Werbung oder außergewöhnliche 3D-Billboards werden. Wie schnell sich unser Blick auf die Zukunft verändert hat, bringt Sohnemann so auf den Punkt: „Früher war der Zeithorizont für Zukunftsprognosen noch zehn, 20, 30 Jahre weit. Heute reicht der Horizont vielleicht zwei Wochen nach vorne.“
Für die Kommunikationsbranche steckt darin eine große Aufgabe – und ebenso viel Potenzial: Veränderungen verständlich machen, neue Perspektiven eröffnen und Innovation mitgestalten.
CAESAR 2026
DER CIRCLE OF NOMINEES STEHT FEST
Ein weiterer Höhepunkt der Netzwerk Arena war die Bekanntgabe der Nominierten für den CAESAR 2026. Aus 225 eingereichten Projekten überzeugten 60 Arbeiten von 34 Einreicher*innen die internationale Fachjury und schafften es in den Circle of Nominees. Dazu kommen fünf Nominierungen für den „rookie of the year“. Wer am Ende einen CAESAR in Gold, Silber oder Bronze erhält und welche Nachwuchsarbeit als „rookie of the year“ ausgezeichnet wird, zeigt sich bei der Preisverleihung am 14. Oktober 2026 im Posthof Linz.
NEU: „SEVEN-O-THREE“
DER PODCAST VON NETZWERK WERBUNG
Auch abseits der Veranstaltungsformate entsteht Neues: Netzwerk Werbung startet einen eigenen Podcast. Der Name „Seven-o-Three“ spielt auf die Zahl 703 an, unter der die Fachgruppe innerhalb der WKO geführt wird.
Zum Auftakt sind die beiden CAESAR-Juryvorsitzenden Jo Marie Farwick und Thomas Börgel zu Gast. Mehr dazu im Newsletter der Fachgruppe.
PITCH OHNE ABSTANDS-
HONORAR?
WIR SAGEN NEIN!
Ein Thema, das direkt aus Anliegen und Diskussionen der Mitglieder entstanden ist, ist die faire Wettbewerbspräsentation. Auf www.fairer-pitch.at finden Kommunikationsdienstleisterinnen und Auftraggeberinnen Informationen und Empfehlungen für einen fairen Umgang mit Pitches.
Mitglieder können dort außerdem auf Wettbewerbspräsentationen ohne Abstandshonorar aufmerksam machen und diese anonym melden. Die Fachgruppe wird anschließend den Dialog mit den betreffenden Unternehmen suchen.
„Uns geht es keineswegs darum, den Zeigefinger zu erheben und Auftraggeberinnen zu belehren oder gar zu vergraulen. Wir möchten aber klar sichtbar machen, wie viel Arbeit hinter einem Pitch steckt und welche Möglichkeiten es gibt, damit beide Seiten bestmögliche Ergebnisse erreichen können“, sagt Fachgruppen-Geschäftsführer Thomas Oberngruber. „Die Interessen der Branche wollen wir ansprechen und gut vertreten: fair, auf Augenhöhe und in einem konstruktiven Dialog.“












